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Interview mit VAI Trade – Smarte Einkaufsfinanzierung für den Mittelstand

VAI Trade ist ein aufstrebendes FinTech-Startup aus Berlin, das im Jahr 2017 gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, die lästige Bürokratie und langen Wartezeiten für Unternehmenskunden bei traditionellen Banken zu reduzieren und finanzielle Unterstützung auf Knopfdruck zu ermöglichen. VAI Trade unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, ihre Geschäftsprozesse zu digitalisieren. Mit einem intelligenten, technologieorientierten Ansatz streben sie danach, nachhaltige Wachstumschancen für ihre Kunden zu schaffen. Als B2B-Partner übernehmen sie auf einfache und unkomplizierte Weise die kurzfristige Einkaufsfinanzierung für kleine und mittelständische Unternehmen, ähnlich wie eine Ratenzahlung für Firmen.

Geführt wurde das Interview mit Mario Münk, Geschäftsführer der VAI Trade GmbH.

FinCompare: Stell dich doch bitte einmal kurz vor.

Mario Münk: Mein Name ist Mario Münk und ich bin seit 2020 Geschäftsführer der VAI Trade GmbH. Vorher hatte ich circa 20 Jahre lang eine leitende Position bei der Berliner Volksbank eG inne. Ich bin studierter Diplomkaufmann und habe meine berufliche Ausbildung an der Sparkassenakademie in Hannover abgeschlossen. Außerdem darf ich mich zertifizierter Finanzcoach nennen.

FinCompare: Was ist VAI Trade und was macht Ihr? Wofür steht die Abkürzung?

Mario Münk: VAI steht für Volksbank Artificial Intelligence. Wir sind eine einhundertprozentige Tochterfirma der Berliner Volksbank und im Bereich der Einkaufsfinanzierung tätig, im Fachjargon auch Finetrading genannt. Gegründet wurde VAI Trade im Jahr 2017, mittlerweile umfasst das Team 15 Personen. Im Prinzip fungiert VAI Trade als eine Art Zwischenhändler im Warengeschäft. Vereinfacht gesagt bezahlen wir die Lieferanten unserer Kunden, und diese zahlen uns im Anschluss den Betrag in monatlichen Raten zurück. Dabei variiert die Laufzeit flexibel zwischen 30 und 120 Tagen.

FinCompare: Welche Produkte bietet Ihr an? Für welche Zielgruppen?

Mario Münk: Wir bieten Kunden vor allem unsere Expertise und Seriosität als Partner für zusätzliche Liquiditätsbedarfe. Durch unseren Service eröffnet sich für Unternehmen die Möglichkeit, kurzfristig Investitionen zu tätigen sowie drohende Lieferengpässe zu überbrücken, insbesondere auch in Zeiten der Inflation, wenn Materialkosten kontinuierlich steigen. Dabei liegt der Fokus auf mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 500.000 Euro. Unser Finanzierungsmodell eignet sich aber auch sehr gut für kleine Betriebe oder Freiberufler. Hervorheben lässt sich hier, dass wir uns nicht auf einen spezifischen Sektor festlegen, sondern unsere Kundschaft querbeet in allen Branchen angesiedelt ist – vom Legostein bis zum Zahnarztstuhl finanzieren wir alles.

 

FinCompare: Was ist das Besondere an VAI Trade?

Mario Münk: Zunächst ist VAI Trade als einhundertprozentige Tochter der Berliner Volksbank ein rundum vertrauenswürdiger und vor allem kreditwürdiger Partner, sodass Lieferanten, die mit uns arbeiten, sich um Zahlungsverzug oder -ausfälle keinerlei Sorgen machen müssen. Andererseits bieten wir auf Kundenseite einen sehr schnellen und bequemen Service: Unser Registrierungsvorgang funktioniert komplett digital vom eigenen Schreibtisch aus und es lassen sich alle benötigten Unterlagen einfach online hochladen. Für die Genehmigung einer Einkaufslinie von bis zu 10.000 Euro reicht beispielsweise eine Wachstumsanalyse des Geschäftskontos schon vollkommen aus. Dank unseres ausgefeilten Algorithmus werden alle Anträge in Echtzeit geprüft und können schon binnen 24 Stunden genehmigt werden.

FinCompareWas ist der Unterschied zu einer herkömmlichen Finanzierung über die Hausbank?

Mario Münk: Eine Finanzierung über uns hat einerseits den Vorteil, dass der Vorgang sehr schnell geht und keine Dokumente in Papierform eingereicht werden müssen. Außerdem wird die Bonität des Betriebs nicht belastet, wie es bei einem herkömmlichen Kredit der Fall wäre.

Finetrading – wie wir es anbieten – ist nämlich explizit kein Kredit, sondern ein bankenunabhängiges Handelsgeschäft. VAI Trade tritt als Großhändler und Intermediär zwischen Kunden und Lieferanten auf und es müssen keine Sicherheiten bei uns hinterlegt werden.

FinCompare: Wie groß sind die durchschnittlichen Anfragen?

Mario Münk: Bisher haben wir circa 20.000 Rechnungen finanziert, durchschnittlich bewegten sich diese zwischen 8.000 und 10.000 Euro, aber natürlich gibt es auch Ausreißer in beide Richtungen. Im Mittel lagen unsere Finanzierungsgebühren bei knapp unter zwei Prozent, wobei sich diese sowohl an der Rechnungssumme als auch an der Laufzeit der Raten orientieren.

FinCompare: Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein bzw. welche Unterlagen sind gefordert, um eine Finanzierung bei VAI Trade abzuschließen?

Mario Münk: Zunächst muss das betreffende Unternehmen seinen Firmensitz in Deutschland haben, mindestens sechs Monate lang bestehen und geschäftlich aktiv sein. Wir finanzieren außerdem nur physische Waren, die weder verderblich noch Sondertext lizenzpflichtig sind, also keine Dienstleistungen, Lebensmittel oder waffenfähige Stoffe.

Welche Dokumente für eine Finanzierung genau benötigt werden, hängt von der Höhe der Rechnung ab, generell brauchen wir aber Einsicht in die Kontoaktivitäten, entweder mittels direkten Zugriffs durch eine Anbindung des Geschäftskontos an unser System oder in Form von Kontoauszügen der letzten 90 Tage. Für größere Summen benötigen wir einen Jahresabschluss des Vorjahres oder eine betriebswirtschaftliche Auswertung einschließlich Summen- und Saldenliste der Sachkonten.

FinCompare: Aktuell gibt es einige Herausforderungen aus wirtschaftlicher Sicht für Unternehmen zu meistern. Wie sieht das bei Euch und Euren Zielgruppen aus?

Mario Münk: Da wir alle Branchen bedienen, merken wir natürlich, dass die Preise generell steigen und es in einigen Bereichen gehäuft zu Materialknappheit kommt. Besonders die Automobilbranche leidet derzeit, aber auch im Maschinenbau und der Möbelherstellung mangelt es an Rohstoffen. Als Finanzierungspartner unterstützen wir Betriebe dabei, solche Engpässe zu vermeiden, indem wir zusätzliche Liquidität bereitstellen, um steigende Kosten zu überbrücken und Lieferketten zu sichern.

FinCompare: Was ist aus Deiner Sicht das Besondere an der Kooperation mit FinCompare?

Mario Münk: Durch die Zusammenarbeit mit einer Plattform wie FinCompare ist es uns möglich, mehr Reichweite zu generieren und mehr Unternehmen auf uns aufmerksam zu machen, die vielleicht noch nicht von uns gehört haben. Wir sind überzeugt von unserem Produkt und wissen, wo unsere Vorzüge liegen, das heißt, wir müssen diese nur noch an den Kunden herantragen – dafür bietet FinCompare den idealen Raum, um uns branchenübergreifend zu etablieren.

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